Der Vorstand

 

1. Bundesjugendleiter:

Silvio Philipp
e-mail: silvio.philipp at bundesjugend.de

Alles nahm 2004 seinen Anfang: In diesem Jahr nahm ich am Sommercamp der Bundesjugend teil. Eine Entscheidung, die ich nicht bereuen sollte. Bis dato ausschließlich in Kontakt mit Hörenden, lernte ich dort eine für mich völlig neue Welt kennen. Schnell stand für mich fest, dass ich diese nicht mehr aufgeben möchte und ich engagierte mich fortan im Vorstand der Bundesjugend. Als Beisitzer war ich für die Organisation, Leitung und Durchführung von diversen Freizeiten, Seminaren und Workshops (Skifahren, Segeln, Tanzworkshop, Eltern-Kind-Wochenenden usw.) zuständig. Auch leitete ich die Sommercamps 2006, 2008 und 2010. Die Vorbereitungen für das Sommercamp 2012 nehmen gerade Fahrt auf…

Diese Engagements haben mir alle unglaublich viel Spaß gemacht und ich erklärte mich bereit, ab November 2009 als 1. Bundesjugendleiter aktiv zu werden.

Ein Privatleben gibt es natürlich auch: 2008 schloss ich mein Psychologiestudium ab und bis zum Frühjahr 2011 arbeitete ich als Psychologe in einer Rehabilitationsklinik mit Indikationsschwerpunkt "Hörstörungen, Tinnitus, Schwindel und Cochlea-Implantate". Dann verschlug es mich in unser schönes Nachbarländle, in die Schweiz und seit September 2011 findet man mich im Gehörlosendorf Turbenthal, in der Nähe von Winterthur.

2. Bundesjugendleiterin:

Simone Franz
e-mail: simone.franz at bundesjugend.de

Ich bin 26 Jahre alt und von Geburt an hochgradig schwerhörig. Meine Schulzeit habe ich an Regelschulen absolviert und 2005 das Abitur gemacht.

Ich studiere seit 5 Jahren an der Humboldt-Universität zu Berlin Geschichtswissenschaften. Derzeit befinde ich mich im Masterstudiengang mit dem Schwerpunkt mittlerer und neuerer Geschichte. Im Rahmen dessen lebe ich momentan in der schönen Universitätsstadt Leiden in den Niederlanden.

Die Bundesjugend lernte ich beim Sommercamp 2002 kennen. 2005 bewarb ich mich nach zweimaliger Teilnahme am Sommercamp als Teamer für 2006. Auch 2008 und 2010 war ich im Öffentlichkeitsteam tätig. Meine Stärken liegen vor allem im schriftsprachlichen Bereich, weshalb ich zunächst als Beisitzerin im Vorstand agierte. Im November 2009 wurde ich von der Mitgliederversammlung als Schriftführerin in den Vorstand gewählt. Nach ausufernder Bedenkzeit entschloss ich mich, bei der Wahl 2011 als 2. Bundesjugendleiterin zu kandidieren.

Bereits während meines Sozialen Jahres in einem Heim für mehrfach schwerstbehinderte hörgeschädigte Menschen stellte ich fest, wie viel Freude soziales Engagement mit sich bringt und ich dabei viel bewegen kann. Die Motivation und die Kraft für meine ehrenamtliche Tätigkeit in der Bundesjugend habe ich stets aus den zahlreichen positiven Feedbacks der SommercampTeilnehmer gezogen. Zudem spielte die Bundesjugend besonders in meiner Schulzeit eine bedeutende Rolle. Die Unterstützung durch die Bundesjugend möchte ich auch anderen Betroffenen ermöglichen und meine Erfahrungen weitergeben.

Der neue Vorstand wird die bisherige Arbeit der Bundesjugend in den kommenden 2 Jahren genauso erfolgreich fortsetzen sowie den Mitgliedern weiterhin ein breites Spektrum an Veranstaltungen, Workshops und Freizeiten anbieten. Denn nur dadurch können wir hörgeschädigte junge Menschen in der Auseinandersetzung mit ihrer Kommunikationsbehinderung unterstützen sowie ihr Selbstbewusstsein in einer überwiegend hörenden Gesellschaft stärken.

Schriftführer:

Lars Epping
e-mail: lars.epping at bundesjugend.de

Seit 32 Jahren treibe ich mich vorrangig zwischen Münster, Köln und Borken (der Stadt des Sommercamps!) herum. Damals, 2002 hat in Borken alles angefangen. Die Leitung des Sommercamps hatte mich angefragt, ob ich mir vorstellen könnte, als Freizeitteamer das Sommercamp zu begleiten. Diese Aufgabe hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich seither dem Sommercamp treu geblieben bin und alle zwei Jahre als Jugendteamer zur Jugendburg zurück gekehrt bin. Für mich ist dies auch eine gewonnene Abwechslung. So erlebe ich Borken nicht nur als meinen Arbeitsplatz als Flüchtlingsberater, sondern auch als Teil eines großartigen Events für junge hörgeschädigte Menschen. Und sie sind es, die mir als Hörender in den fast 10 Jahren sehr ans Herz gewachsen sind, da sie mich sehr offen und freundlich aufgenommen haben.
 
Daher hat es mich umso mehr gefreut, als ich Ende 2010 gefragt wurde, ob ich mir eine Mitarbeit im Bundesjugendvorstand vorstellen könnte. Als Beisitzer habe ich die ersten Monate verbracht und dabei unter anderem einen tollen Segeltörn mit begleitet. Seit September bin ich Schriftführer und hoffe, weiter mit dem Vorstand der Bundesjugend erfolgreiche Arbeit für junge hörgeschädigte Menschen zu leisten.
 
Das Privatleben, welches etwas spärlich ausfällt, verbringe ich mit lesen, klettern, reisen (bevorzugt Asien), schreiben und studieren. Bis 2004 habe ich in den Niederlanden Sozialpädagogik studiert und arbeite seit 2005 in Borken.

Kassiererin:

Friederike Walz
e-mail: friederike.walz at bundesjugend.de

Ich bin Friederike Walz, 27 Jahre jung. Ich bin von Geburt an schwerhörig und durch mehrere Hörstürze in meiner Kindheit mittlerweile an Taubheit grenzend schwerhörig, habe einen Regelkindergarten, eine Schwerhörigenschule und eine „Deaf American High School“ besucht und mein Abi 2004 an einem Regelgymnasium gemacht. Seitdem studiere ich: bis 2010 BWL auf Diplom, seit Oktober 2010 mache ich noch meinen Master in Wirtschaftssoziologie.

Eigentlich bin ich ganz zufällig durch das Sommercamp 2010 in die Bundesjugend gestolpert. Es wurde kurzfristig noch ein Jugendteamer gesucht und ich hatte halt durch das Ende meines BWL-Studiums nichts anderes zu tun...

Seitdem habe ich auch an den Eltern-Kind-Wochenenden 2010 und 2011 mitgearbeitet. Mitte 2011 wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, das Amt der Kassiererin zu übernehmen.

Ich bin als relativer Neuling sehr gespannt darauf, die Verbandsarbeit der Bundesjugend näher kennenzulernen und zu sehen, wo ich mich selbst mit meinen Ideen einbringen kann. Ich finde es sehr wichtig, dass die Bundesjugend weiterhin eine attraktive Anlaufstelle für hörgeschädigte junge Menschen bleibt. Mir geben der Austausch und das Zusammensein mit anderen Hörgeschädigten immer sehr viel für meine eigene Persönlichkeit und mein Selbstbewusstsein. Ich fühle mich dann heimisch und möchte dieses Gefühl auch so weitergeben können.

Privat mache ich viel Sport. Ich spiele Basketball, laufe zur Erholung und quäle mich mindestens einmal im Jahr durch einen Halbmarathon. Einen vollen habe ich mir zwar auch vorgenommen, aber da fehlt dann leider doch etwas die Zeit für ein vernünftiges Training. Außerdem lese ich sehr gerne und bin ein ziemlicher Serien-Freak: von Friends bis Criminal Minds und Lost habe ich so ziemlich alles gesehen.

Beisitzerinnen und Beistzer:

Steffi Dittmar
e-mail: steffi.dittmar at bundesjugend.de

Das erste Mal in Kontakt mit der Bundesjugend kam ich beim Sommercamp 2004. Die vielen neuen Eindrücke und positiven Erfahrungen beim Camp bewegten mich dazu, dass ich mich bei den Sommercamps 2006 und 2008 für das Aufbauteam bewarb und so in das Team rund um die Bundesjugend eintauchte.

Ab diesem Zeitpunkt möchte ich meine Erlebnisse in der hörgeschädigten Welt nicht missen, auch wenn ich vorher meinte, in der hörenden Welt gut zurechtzukommen.

Neben meiner Teilnahme an zahlreichen Sommer- und Winterfreizeiten sowie einigen Workshops bin ich nun seit Anfang 2010 als Beisitzerin im Vorstand der Bundesjugend.
Ich hoffe, dass wir weiterhin ein buntes Programm anbieten können und damit noch vielen anderen die Möglichkeit geben, die Bundesjugend zu erleben.

Ich selbst bin mittelgradig schwerhörig und habe eine Regelschule besucht. Nach meiner Ausbildung und Arbeit als MTA studiere ich nun in Münster Medizin.

Julia Vogel
e-mail: julia.vogel at bundesjugend.de

Ich bin 1982 geboren und seit Geburt an Taubheit grenzend schwerhörig. Seit März 2007 trage ich rechts ein Cochlea Implantat (CI).

Meine Regelschullaufbahn habe ich 2002 mit dem Abitur abgeschlossen; 2006 erwarb ich meinen Bachelor-Abschluss in den Fächern Germanistik und Politikwissenschaft, 2009 schloss sich daran der Master-Abschluss in „European Culture and Economy“ an. Zurzeit bin ich in einer Essener Firma als Projektmanager angestellt.

Näheren Kontakt zu anderen Hörgeschädigten hatte ich erstmals 2003: Ich wurde "überredet", doch als Teamerin beim von der Bundesjugend im DSB e.V. veranstalteten und organisierten Sommercamp 2004 mitzumachen. Auch bei den SCs 2006 und 2008 war ich wieder mit dabei - nunmehr als Leiterin des Teams für Öffentlichkeitsarbeit.

Daher habe ich auch nicht lange gezögert, als man mich bat, das Amt der Schriftführerin zum 1.1. 2007 kommissarisch zu übernehmen. Im September 2007 wurde ich schließlich für die folgenden zwei Jahre als "ordentliche" Schriftführerin gewählt. Da mir die Vorstandsarbeit und das Engagement für und gemeinsam mit Hörgeschädigten viel Freude bereitet und ich merke, dass ich dabei viel bewegen kann (Austausch Gleichgesinnter, diverse Projekte wie das Sommercamp, In-Ohr und Hörnix, verschiedene Veranstaltungen, Seminare und Freizeiten), ließ ich mich im November 2009 für das Amt der 2. Bundesjugendleiterin wählen. Aus Zeitgründen gab ich diesen Posten im September 2011 auf, bin jedoch weiterhin als Beisitzerin in der Bundesjugend aktiv.

Kilian Deichsel
e-mail: kilian.deichsel at bundesjugend.de

Ich wurde am 15. Oktober 1987 in Kulmbach, Oberfranken geboren. Die Hörschädigung stellte man bei mir im Alter von einem Jahr fest. Im Jahr 1989 wurde ich erstmalig richtig mit Hörgeräten versorgt, die von einem Akustiker richtig eingestellt waren. Zudem erhielt ich Hörsprachtherapie nach dem Mindener Modell bei Integrare.
Dann durchlief ich meine schulische Ausbildung über Realschule mit anschließendem Fachabitur an der Fachoberschule in Kulmbach. Ich besuchte durchweg Regelschulen.

Im Jahr 2007 schloss ich dann die Schullaufbahn ab und beschloss, das Cochlea-Implantat auszuprobieren - im Sommer 2007 die eine Seite und ein Jahr später, Sommer 2008, die gegenüberliegende Seite. Nun bin ich beidseitig mit CIs vom Modell Typ MEDEL – OPUS2 versorgt.

Seit Herbst 2008 bin ich an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule in Nürnberg eingeschrieben und studiere das Fach Elektrotechnik & Informationstechnik. Aktuell befinde ich mich im 7. Semester.

Neben der studentischen Arbeit leite ich ehrenamtlich den in Oberfranken ansässigen Hör-Elternverein zur Förderung hörgeschädigter Kinder & Jugendlicher.
Neben den Ausbildungs- und Vereinsaktivitäten bin ich in meiner Freizeit ein begeisterter Triathlet und bestreite viele Wettkämpfe im Raum Bayern.

Thomas Schürch
e-mail: thomas.schuerch at bundesjugend.de

Ich bin Thomas Schürch, 25 Jahre jung. Im Jahr 2009 kam ich erstmals mit der Bundesjugend in Berührung: Die tolle Skifreizeit in Saas Fee (Schweiz)! Bis dato ausschließlich in Kontakt mit Hörenden, lernte ich dort eine für mich völlig neue Welt kennen. Schnell stand für mich fest, dass ich diese nicht missen möchte.

Neben meiner Teilnahme an weiteren Sommer- und Winterfreizeiten bin ich nun seit Juli 2010 als Beisitzer im Vorstand der Bundesjugend tätig. Ich halte es für sehr wichtig, dass hörgeschädigte junge Menschen sich in der Auseinandersetzung mit ihrer Kommunikationsbehinderung auch untereinander unterstützen. In der Funktion als Beisitzer möchte ich meinen Teil dazu beitragen, dass die Bundesjugend auch in Zukunft attraktive Angebote für junge hörgeschädigte Menschen auf die Beine stellen kann. Zusätzlich engagiere ich mich für das Sommercamp 2012 im Bereich „Öffentlichkeitsarbeit“.

Ich selbst bin hochgradig schwerhörig und besuchte eine Regelschule. Nach Abschluss der Mittleren Reife habe ich zunächst eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolviert und im Jahr 2006 erfolgreich abgeschlossen. Seither bin ich im Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen im Spezialbereich Familienrecht/Unterhaltsrecht tätig, welcher nicht Inhalt meiner Grundausbildung war. Das Know-how für diese rechtlich und zwischenmenschlich anspruchsvolle, aber äußerst abwechslungsreiche Tätigkeit habe ich in zahlreichen Seminaren und Fortbildungen sowie von einem Kollegen, welcher Assessor ist, erworben. Diese Arbeit mit ihren täglich neuen Herausforderungen bereitet mir große Freude.